Lebendiger als viele denken: die eigene Website

Websites verändern sich immer wieder. Programmiert als Komponenten bleiben sie aktuell, sicher und ausbaufähig. Im Interview erklären Markus und Phil wie Komponenten die Arbeit an Websites effizient verbessern.

Interviewpartner

Markus, Technical Lead, gehört seit 2013 zum Team. Arbeitet seit 2007 als Programmierer in großen Agenturen. Seine Aufgaben sind Teamführung, Programmieren und Kundenbetreuung.

Phil, Technical Lead, kam 2016 zu bleech. Er ist zuständig für die technische Seite von Projekten, die Kommunikation zwischen Kunden und Team. Arbeitet seit 18 Jahren als Webentwickler, frei und in Agenturen.

Websites sind keine Bücher, die einmal gedruckt werden und dann ewig im Regal stehen. Sie sind wichtige Kanäle, um das Geschäft zu unterstützen. Wie bleiben sie aktuell, sicher und ausbaufähig? Wer Websites mit Komponenten baut, baut Flexibilität, Sicherheit und Wiederverwendbarkeit ein. Am Ende sind das Vorteile, die die Arbeit für alle effizienter machen. Warum das langfristig auch Kosten spart, erklären Markus und Phil.

Nehmen wir an, morgen beginnt ein neues Website-Projekt. Wie arbeitet ihr? Was ist euch wichtig?

Phil: Die entscheidende Frage, die am Anfang jedes Webprojekts steht, ist und bleibt: Wie soll die Website das Unternehmen unterstützen? Was für eine Website braucht dein Geschäft, deine Zielgruppe? Welche Anforderungen muss sie erfüllen?

Markus: Wer seinen Business Case definiert hat, braucht eine technologische Plattform, die zu seinen Zielen passt. Die Webtechnologie verändert sich ständig. Deshalb würde ich mit einer Plattform arbeiten, die Zukunft hat. Wir sind auf WordPress spezialisiert, rund 30 Prozent der Seiten im Netz nutzen dieses Content-Management-System. Der Code ist Open Source und die Entwickler-Community ist groß und sehr aktiv. Das heißt, wir können neue Features und Funktionen schnell integrieren. In letzter Zeit ist die Entwicklung mit Komponenten stark im Kommen. Unternehmen wie IBM, Dropbox und Airbnb arbeiten unteranderem mit „Design Systems“. Auch wir arbeiten damit, weil der Ansatz viele Vorteile bringt.

Was ist das: Entwicklung mit Komponenten, was sind Komponenten? Und welche Vorteile bringen sie für das Websiteprojekt?

Markus: Jeder kennt Lego-Steine. Du kannst die Steine auseinandernehmen und immer wieder anders zusammenbauen. Nach diesem Prinzip funktionieren Komponenten. Was bei Lego nicht funktioniert, aber bei Komponenten: Wir können sie an jeder Stelle, herausnehmen, woanders einsetzen und sogar bearbeiten, ohne dass die Website zusammenbricht. Der wichtigste Vorteil ist aber, jede Komponente kann jederzeit dupliziert werden, um etwas Neues damit zu bauen, also auch eine zweite, dritte Website.

Phil: Wir arbeiten schon länger mit diesem Ansatz, auch „Separation of Concerns“ genannt. Er macht den Prozess effizienter. Aber vor allem ist das Resultat für unsere Partner und ihre Website überzeugend: Sie bekommen eine nachhaltige, flexible und stabile Plattform, an der sie sehr selbstständig weiterarbeiten können. Sie richten zum Beispiel mit den programmierten Komponenten der einen Website in kurzer Zeit eine andere, zweite Landing-Page ein, ohne großen Support von uns. Ein Beispiel sind die Seiten für die Deutsche Filmakademie und den Deutscher Filmpreis.

Wenn eine Komponente einmal programmiert ist, dann kann sie an jeder anderen Stelle der Website genutzt werden, ohne dass neue Kosten entstehen?

Phil: Ja, das ist aus ökonomischer Sicht der entscheidende Vorteil: Komponenten sind innerhalb einer Website wiederverwendbar. Sie sind getestet und funktionieren in der Regel sofort und sicher. Das reduziert den Aufwand deutlich, aber auch das Risiko und beschleunigt den Launch enorm. Die Content-Manager oder Online-Redakteure der Website können die Komponenten einsetzen, wo sie wollen. Ob Unterseiten neu anlegen, andere Inhalte damit darstellen oder auch eine neue Kampagnen-Seite daraus bauen. Das Wiederverwenden von identischen Komponenten ist immer inklusive. Wenn es Designanpassungen gibt wie eine andere Schriftart oder wenn eine neue Landingpage damit gestaltet werden soll, dann fallen überschaubare Aufwände im Development an.

Wie wird denn das Layout einer Website in Komponenten zerlegt? Wer definiert und entscheidet das?

Markus: Die Aufteilung der Elemente und Funktionen einer Website in Komponenten beginnt bei uns gleich am ersten Tag der Zusammenarbeit. Das Verständnis für diesen Ansatz entwickeln alle sehr schnell. Bei uns zieht sich die Arbeit mit Komponenten durch das gesamte Projekt, vom Angebot über die Programmierung bis hin zur Abnahme. Das macht den Prozess transparent und nachvollziehbar.

Phil: Websites sind heute höchst komplex in ihren Anforderungen. Es hilft uns allen, diese Komplexität in sinnvolle Einzelteile aufzuteilen, die genau definiert sind. Zum Beispiel ist die Navigation eine Komponente. Wir definieren gemeinsam: Wo soll sie stehen, wie wird sie sichtbar, funktioniert das Konzept mobil auch gut …? Alle Anforderungen an die Navigation werden zum Briefing für unser Team. Jeder versteht, worüber wir reden – auch, wenn die Komponente getestet oder weiterentwickelt werden soll. Wir sprechen dann alle eine Sprache, weil wir uns auf eine Sache konzentrieren.

Wäre es nicht sinnvoll, schon das Konzept und Design der Website mit dem Komponenten-Ansatz zu entwickeln?

Phil: Voraussetzung ist es nicht, wir können jedes Website-Konzept in Komponenten übersetzen, das Design herunterbrechen. Aber es wird tatsächlich einfacher, wenn das Design- und Konzeptteam weiß und versteht: Was ist ein- und dieselbe Komponente, was ist eine Variante derselben Komponente, und wann wird es eine neue Komponente?

Markus: Wenn ein Designkonzept zum Beispiel fünf verschiedene Slider definiert, kann das heißen, fünf Slider zu programmieren – oder nur einen, weil die anderen vier Slider Varianten der Komponente sind. Das bedeutet einen erheblichen Unterschied im Aufwand. Das Arbeiten mit Komponenten schärft sicherlich auch das Kostenbewusstsein bei allen im Projekt. Wir haben gerade mit Designern gearbeitet, die den Ansatz noch nicht kannten. Bei der Review sagten sie uns, wie begeistert sie sind. Das Denken in Komponenten habe auch ihren Workflow massiv beschleunigt.

Braucht man eigentlich noch Programmierer, wenn die Website gelauncht ist und der Content-Manager vieles selbst machen kann?

Markus: Eine Website ist nie fertig. Es sei denn, sie wird abgeschaltet. Die Zusammenarbeit geht immer weiter. Unsere Kunden überlegen sich oft neue attraktive Feature, um ihre User besser zu erreichen. Unsere erste Aufgabe ist der Service, vor allem Sicherheit und Instandhaltung. Wir prüfen regelmäßig auch die Performance im Browser und verbessern sie. Proaktiv geben wir Feedback und beraten, wenn wir etwas sehen, was falsch ist oder den User vielleicht verwirrt. In der Regel melden sich unsere Kunden mit neuen Ideen bei uns. Die setzen wir dann gemeinsam um.

Phil: Es gibt immer Gründe, etwas zu verbessern, zu ändern, weil sich das Geschäft, das Unternehmen verändert. Das ist die Regel. Manchmal entdecken wir überrascht auf der Website unserer Kunden, dass sie eine vorhandene Komponente selbstständig für einen anderen Inhalt nutzen, anders einsetzen als anfangs geplant. Das geht schnell, weil sie die Komponente in der Bibliothek haben. Wir konzentrieren uns mit unseren Kunden darauf, neue Komponenten einzuführen oder die vorhandenen zu optimieren. Die regelmäßige Zusammenarbeit führt dazu, dass eine Website nie alt wird. Diese kontinuierliche Arbeit hält Aussehen und Funktionen up to date. Sogar umfangreiche Designanpassungen lassen sich so bei einem Relaunch vornehmen, ohne von vorn anzufangen und sämtliche Inhalte neu einzupflegen.

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